GPS Gerätetypen

Das wesentliche Hilfsmittel, das man zum Geocaching benötigt, ist ein GPS-Gerät. Hierfür gibt es im wesentlichen 3 Geräteklassen, die mehr oder weniger starke Verbreitung haben. Welches Gerät für wen in Frage kommt, hängt sicher davon ab, was bereits vorhanden ist 😉 und welche Anforderungen man an das Gerät hat.

Im wesentlichen unterscheiden sich die Geräte im Komfort, den der Cacher vorfindet. Geeignet zum Geocaching sind sie alle.

Reinrassige GPS-Geräte

eTrex 10 inkl Geocaching StarterKit

eTrex 10 inkl Geocaching StarterKit

Für die Puristen unter den Geocachern ist natürlich ein reinrassiges GPS-Gerät die richtige Ausrüstung. Das einzige, was man unbedingt benötigt, ist die Angabe der Position, an der man sich aktuell befindet. Alles andere ist „Komfort-Schnickschnack“. Selbst die Eingabe der Zielposition und die daraus berechnete Anzeige der Luftlinie zum Ziel ist für absolute Puristen natürlich komplett überflüssig. Schließlich weiß man ja, wie sich aus aktueller und Zielposition die Himmelsrichtung des Ziels ermitteln lässt. Jetzt braucht man nur noch einen einfachen Magnetkompass oder den Blick in den Himmel und schon weiß man, wo es lang geht.

Für diejenigen, für die das etwas ZU puristisch ist, gibt es dann GPS-Geräte, die zumindest einen Kompass integriert haben und die sogar nach Eingabe der Zielkoordinaten die Richtung anzeigt, in der sich das Ziel befindet.

Geht man noch einen Schritt weiter findet man GPS-Geräte, die Karten anzeigen und denen man somit einfach folgen kann. Sie zeichnen dann auf Wunsch auch die Wegstrecke auf, die man genommen hat, so dass man im Anschluss an die Tour eine schöne Auswertung am PC vornehmen kann.

Die Vorteile echter GPS-Geräte liegen vor allem in der Robustheit der Geräte (sie sind schließlich für den Outdoor-Einsatz konzipiert), die hohe Laufzeit der Akkus und bei hochwertigen Geräten die hohe Genauigkeit der Positionsbestimmung.

Mein erstes GPS Gerät, mit dem ich Geocaching gemacht habe, war das Garmin etrex Legend. In der Bedienung bei weitem nicht so komfortabel wie aktuelle GPS Geräte, aber trotzdem macht es nach wie vor Spaß, so rudimentär im Vergleich zu aktuellen Smartphones unterwegs zu sein 🙂 Einer der Nachfolger aus der Garmin-Reihe kann inzwischen deutlich mehr und ist in jedem Fall eine Alternative zum „dekadenten“ Smartphone.

Mobile Navigationsgeräte

In vielen Haushalten existieren mobile Navigationsgeräte, die für Auto- oder Motorradnavigation verwendet werden. Auch diese können sich für das Geocaching eignen. Wesentliche Funktion, die für das komfortable Suchen erforderlich ist, ist die Eingabe von GPS-Koordinaten für das Ziel. Das geben nicht alle Geräte her.

 

Smartphones

Samsung Galaxy S4

Samsung Galaxy S4

Die gerade für Einsteiger sicher einfachste und inzwischen gebräuchlichste Variante eines GPS-Gerätes ist das Smartphone. Egal ob iPod, iPhone oder eines der vielen Android Smartphones. Sie alle eignen sich sehr gut zum Geocaching. Gerade mit den Geocaching-Apps, die es für die Geräte gibt, ist die Vorbereitung zum Suchen mobil möglich und auch die Suchunterstützung ist optimal. So können auch mal spontane Suchaktionen gestartet werden, wann und wo auch immer man sich gerade aufhält.

Zu beachten bei Smartphone ist, dass sie nicht zwingend für den „harten“ Outdoor-Einsatz gebaut wurden und im Vergleich zu GPS-Geräten normalerweise geringere Akkulaufzeit besitzen. Vor allem ist aber darauf zu achten, dass man über einen geeigneten Vertrag verfügt, der es auch unterwegs erlaubt, Caches, deren Beschreibungen, Bilder, Karten, etc. über das Internet abzurufen. Alternativ bleibt dann die entsprechende Vorbereitung per WLAN.

Ich selbst habe sehr gute Erfahrungen mit dem (inzwischen nicht mehr top aktuellen, aber dafür mit einem super Preis-/ Leistungsverhältnis ausgestatteten) HTC Wildfire S gesammelt. Hat alles, was man braucht.

Smartphone Apps zum Geocaching

Wer nun sein Smartphone zum Geocaching verwenden möchte, sollte dann auch gleich eine passende App dazu installieren. Hier haben sich aus meiner Sicht 2 Apps besonders etabliert:

Die Geocaching App von Geocaching.com ist sicherlich die ausgereifteste, vollständigste und beste App, die momentan zur Vefügung steht. Es gibt sie für das iPhone, Android und Windows Phone. Schon allein diese Abdeckung der Geräte ist sehr gut. Allerdings ist die App nicht gerade günstig: 7,99 € werden aufgerufen. Dafür hat die App aber auch alles, was Du auch für eine spontane Suche brauchst:

  • Suche nach Caches
  • Abruf sämtlicher Daten zum Cache
  • Navigation per Karte vom aktuellen Standort aus
  • Kompass-Funktion
  • Manuelle Eingabe von GPS-Daten (auch wenn das etwas versteckt liegt: in der Kartenansicht des Caches, zu dem Du gehst, musst Du einen neuen Wegpunkt eingeben (Fahnensymbol), dann kannst Du GPS-Koordinaten eingeben)
  • Loggen von Caches, Trackables
  • und vieles weiteres mehr.

Die c:geo App für Android hat sich ebenso durchgesetzt. Der Vorteil: Sie ist kostenlos. Auch hier sind die wesentlichen Funktionen enthalten, um auch spontan auf die Suche zu gehen. In meiner Wahrnehmung ist sie etwas komplizierter in der Bedienung, aber für das „mal eben“ Ausprobieren kann ich sie absolut empfehlen.